Hundeführerschein
Seitdem vermehrt schwere Beißattacken auf Menschen öffentlich wurden, hat sich die Rechtslage bezüglich der Hundehaltung bundesweit drastisch verändert. Die uneinheitlichen Regelungen der Länder erschweren es den Hundehaltern, den Überblick über zu leistende Nachweise zu behalten. Die Bundestierärztekammer empfiehlt daher den Hundeführerschein als Nachweis zur Sachkunde.
In diesem Kurs möchte ich Sie und Ihren Hund auf die Prüfung zum BVZ - Hundeführerschein vorbereiten. Hierbei geht es nicht um den perfekten Gehorsam. Vielmehr wird beurteilt, ob sich Hund und Hundehalter in der Öffentlichkeit bewegen können, ohne andere Menschen und Tiere zu belästigen oder zu gefährden. Hund und Halter sollen also als Team erkennbar auftreten. Im theoretischen Teil wird die Sachkunde des Hundehalters überprüft, das heißt sein Wissen über Hundehaltung und Hundeerziehung.
Inhalte:
In der theoretischen Prüfung müssen Fragen zu vielen Themengebieten rund um den Hund, sein Verhalten, seine Ernährung, Krankheiten und die Erziehung beantwortet werden. Hierbei ist es unerheblich, welche Erziehungsmethoden oder Ernährungspräferenzen der Hundehalter bevorzugt. Es werden ausschließlich wissenschaftliche Erkenntnisse, rechtliche Grundlagen und Gesetze der Lerntheorie abgefragt.
Folgende Themenbereiche sind Teil der Prüfung:
Sozialverhalten
Kommunikation
Lerntheorie, Erziehung, Ausbildung
Angst und Aggression
Haltung und Pflege
Rassenkenntnisse
Ernährung
Fortpflanzung
Hunde & Recht
Die praktische Prüfung kann von Hundehaltern ab 16 Jahre abgelegt werden, die eine gültige Haftpflichtversicherung für den Hund nachweisen und den theoretischen Teil der Hundeführerscheinprüfung bestanden haben. Es werden alle Hunde zur Prüfung zugelassen, die über einen ausreichenden Impfschutz und Mikrochip verfügen.
Ein Teil der praktischen Prüfung wird mit dem angeleinten Hund in außerstädtischem Gebiet abgenommen. Hierbei werden der allgemeine Grundgehorsam, die Führigkeit und die Beziehung zwischen Halter und Hund überprüft. Im Anschluss findet ein weiterer Prüfungsteil mit dem Hund im Freilauf (ohne Leine) statt.
Die generelle Möglichkeit, den Hund ohne Leine führen zu können, ist Voraussetzung, den BVZ-Hundeführerschein bestehen zu können!
Der Einsatz von Hilfsmitteln (Halti, Maulkorb) ist während der Prüfung erlaubt. Die Prüfung gilt als nicht bestanden, wenn der Hund über einen nicht ausreichenden Grundgehorsam verfügt oder der Umang mit dem Hund unfachlich und tierschutzrelevant ist.
Der Hund sollte während der Prüfung an lockerer Leine laufen und entgegenkommende Menschen und Tiere nicht belästigen. Der Hundehalter sollte entsprechend umsichtig, vorausschauend und angemessen auf sich ergebende Situationen reagieren.
Währen der Prüfung ist es dem Hundehalter gestattet, den Hund zu korrigieren oder zu loben.
Die gesamte praktische Prüfung wird auf Video aufgezeichnet und zusammen mit den Prüfungsunterlagen (Fragebogen und Aufzeichnungen des Prüfers - Bewertungsbogen) 5 Jahre archiviert.
Der Hundehalter bekommt nach bestandener Prüfung eine Urkunde und einen Ausweis für die Brieftasche (Kreditkartengröße) mit den Daten und dem Foto des Hundes. Hiermit kann sich der Hundehalter jederzeit als Absolvent des BVZ-Hundeführerscheins ausweisen.
In 12 Gruppenstunden erarbeiten wir sowohl das theoretische Hintergrundwissen als auch die nötigen Praxisanteile.
Grundvoraussetzung für die Teilnahme an der Abschlussprüfung:
- Das Mindestalter des Hundes beträgt 12 Monate
Kosten: 150 € zzgl. Prüfungsgebühr (80 €)
Mindestteilnehmerzahl: 6 Mensch-Hund-Teams
Achtung:
Es gibt auch die Möglichkeit, einen verkürzten Vorbereitungskurs von7 Gruppenstunden zu absolvieren, wenn Sie und Ihr Hund schon gute Grundkenntnisse besitzen.
Die Kosten belaufen sich hier auf 95 € zzgl. Prüfungsgebühr (80 €)
Mindestteilnehmerzahl: 6 Mensch-Hund-Teams